Mönche im 16. Jahrhundert

Im Museum der Wilhelmsburg in Schmalkalden hängt das Gemälde bzw. ein Druck „Küchenstück mit der Hochzeit von Dana“ von Ludger tom Ring d. J. (1522 in Münster – 1582 in Braunschweig) aus dem Jahr 1562. Ludger tom Ring entstammt einer münsterländischen Künstlerfamilie – auch der Vater und Bruder waren Maler. Das Original befand sich bis 1945 in den Staatlichen Museen Berlin und gilt seither als verschollen bzw. zerstört. Danke an unseren Gruppenvorsitzenden Ost, Matthias Brunner, dass er sich hier über seine schmalkaldischen Kontakte informiert hat.
Auf diesem Gemälde entdeckt man auch Tauben, und darunter eine mit eindeutiger Mönchzeichnung und sogar schon bestrümpften Füßen. Im Original erkennt man sogar eine Haube. Die Fotografier-Bedingungen fürs Detail waren leider nicht ideal, weshalb der Bildausschnitt auch relativ unscharf ist. Auf dem ganzen Bild sind die Tauben unten rechts zu finden. Darunter auch eine genfarbige Taube mit weißem Kopf.
Manchmal sind es gerade solche Bilder, die uns zeigen, wann bestimmte Zeichnungsmuster und Rassen bereits vorhanden waren. Im Fall der Mönchzeichnung bedeutet das mindestens seit dem 16. Jahrhundert.

