Letzte Hauptsonderschau inkl. Katalog

Hier können Sie einen Blick in den Katalog  der letzten HSS in Hoya werfen:

Katalog HSS Hoya

Nachfolgend der umfangreiche Schaubericht:

Die süddeutschen Farbentauben bei der Hauptsonderschau 2019 in Hoya

Die Gruppe Nord im Sonderverein konnte im Jahr 2019 ihr 40jähriges Bestehen feiern und war turnusgemäß mit der Ausrichtung der Hauptsonderschau am Zug. Damit kamen zwei besondere Höhepunkte für den Sonderverein zusammen und in Hoya war der richtige Ort, um zu feiern. Bereits zum dritten Mal war die Landesreitschule in Hoya Austragungsort und der örtliche Geflügelzüchterverein Hoya der Gastgeber. Dass hier mehrere Mitglieder unseres Sondervereins dabei sind, hat natürlich vieles erleichtert. Trotz des frühen Termins am 9./10. November waren 896 süddeutsche Farbentauben in allen Rassen vertreten. Natürlich mussten kleinere Zugeständnisse in der Federfertigkeit gemacht werden. Gerade bei Tieren mit üppiger Haubenstruktur ist das nötig. Der zweistöckige Aufbau war wieder einmal gar kein Problem und ermöglicht mehreren Ausstellungsorten, die Durchführung unserer HSS.

Zusammengefasst eine wunderschöne Hauptsonderschau unter Freunden, intensive und fair geführte Gespräche an den Käfigen und ein Züchterabend, der keine Wünsche offenließ. Wir kommen sehr gerne wieder.

14 Süddeutsche Kohllerchen (SR Bernhard Fiechtner) hatten durchweg kräftige Figuren und auch gleichmäßige Grundfarbe. Die exakt geforderte Pfeilspitzzeichnung auf dem Flügelschild hätte bei einigen schärfer sein müssen. Schwierigkeiten in der Ausprägung der Ockerbrust waren nicht zu übersehen. Zudem waren Wünsche im Kopfprofil und der Kopffarbe angebracht. Hv E für Peter Malek.

Mit 30 Süddeutschen Tigermohren (SR Horst Jende) konnten wir sehr zufrieden sein. In den Figuren erschienen sie sehr ausgeglichen und auch in der lackreichen Farbe konnten sie gefallen. Die Wünsche beziehen sich fast immer auf die Rieselung und die Augenrandfarbe. In der Gänze waren sie sehr ausgeglichen. V GB (Grafenband) Jan-Hendrik Rose, 2 x „hv“ Daniel Bohner.

In neun Farbenschlägen waren 49 Süddeutsche Weißschwänze (SR Bernhard Fiechtner) gemeldet worden. Das ist für diese Rasse ein stattliches Ergebnis. Noch dazu, dass die Qualität durchaus überzeugen konnte. Prima Grundfarbe und auch Typ waren bei den Schwarzen (7) zu sehen. Erfreulich auch, dass in der Zeichnung keine Ausreißer zu sehen waren. Auch in der Schnippenform wussten sie zu gefallen. Als Schwierigkeiten ist noch immer der volle Haubenkamm zu sehen. V SVB Jan-Hendrik Rose.

Ebenfalls sieben Rote waren gemeldet worden. Die Weißschwanzzeichnung war in Ordnung und auch in der hell geforderten Schnabelfarbe waren sie im Großen und Ganzen typhaft. Farblich müssen sie aber gleichmäßiger und auch intensiver werden. Probleme in der Haubenausprägung waren ebenfalls nicht zu übersehen. Richtungsweisend das Hv-Tier von Lothar Baumert. Leider waren die drei Gelben zu Hause geblieben.

Den vier Blauen ohne Binden konnte eine tadellose Schildfarbe bescheinigt werden. Im Ganzen wirken sie eine Nuance dunkler. Tadellos auch die Zeichnung und der Haubenaufbau. Hv E für Stefan Schneider.

Diese Note konnte auch der Jungtäuber bei den zwei Schwarzen mit weißen Binden von Reiner Hübel erreichen. Bei sehr guter Zeichnung und Grundfarbe sind vor allem glattere Binden als Zuchtziel anzustreben.

Hier sind die 12 Blauen mit weißen Binden ein ganzes Stück weiter. Hier gibt es einwandfrei weiße Binden und prima Bindenzug. Zudem sehr ordentliche Hauben und konstante Zeichnung. Bei einigen dürfte die Bauchfarbe noch eine Nuance gleichmäßiger sein. Als besonders erfreulich ist zu sehen, dass sogar drei Züchter hier mit ihren Tieren angetreten waren. Das lässt für die Zukunft hoffen. Die Alttäubin von Stefan Schneider mit v SE war mehr als verdient.

Drei Schwarz-Weißgeschuppte mit sehr guter Weißschwanzzeichnung und satter Grundfarbe. Die Wünsche in der Schuppung, und zwar sowohl in Reinheit als auch Keiligkeit sind als Zukunftsaufgaben zu sehen. Sg95 Z von Reiner Hübl.

Leider nur drei Blau-Weißgeschuppte, dafür aber in beeindruckender Qualität. Es wird hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis sich hier weitere Züchter finden. Am V-Tier von Stefan Schneider gab es nichts zu deuteln. Ein eindrucksvoller Beweis für die Schönheit dieses Farbenschlages.

Zum Abschluss acht Kupferne mit feiner Grundfarbe, leuchtendem Kupfer und feinen Finken. Dazu beachtliche Kopfpunkte und konstante Weißschwanzzeichnung. Hv E für Reiner Hübel und v GB an den Altmeister der Kupfernen, Reinhold Weiß.

Glattfüßige Süddeutsche Blassen (141) sind ungeheuer beliebt, und zwar in ihrer ganzen Farbenschlagvielfalt. Immer mehr Züchter stoßen zu dieser unkomplizierten Rasse und auch die seltenen Farbenschläge kommen immer mehr in Fahrt.

Beachtlich die Schwarzen (24 – SR Manfred Kleemann) mit sehr ausgeglichenen Formen. Besonders auffallend, dass sie im Stand wieder freier geworden sind. Zudem wussten sie in den Kopfpunkten mit feinen roten Augenrändern und vollen Hauben zu gefallen. Hin und wieder dürften sie in der Schwingenfarbe etwas satter sein. Dominierend hier die Zucht von Reinhard Rademacher mit v SVB und viermal „hv“.

In der Spitze sind die Roten (19) nicht mehr zu verbessern. Hier gilt es, diesen absoluten Hochstand zu erhalten. Bestechende Farbe, feinste Kopfpunkte und prima Typ sind hier zu sehen. Kleine Wünsche beziehen sich hauptsächlich auf eine angepasstere Schwingenfarbe. V LVEB, v SEG und dreimal „hv“ für Wolfgang Wiedmann.

16 Gelbe bestachen mit feinem Typ und auch fester Feder. Außerdem waren rote Augenränder hier Allgemeingut. Auch im Haubenaufbau wussten sie vollends zu überzeugen. Etwas festere Haubenkämme und gleichmäßigere Schwingenfarbe sind anzustreben. Die drei „hv“ gingen an Siegfried Zinell (2x) sowie Hans und Stefan Koch.

Nun schon seit Jahren befinden sich die blauen Farbenschläge im Aufwind. Bleibt zu hoffen, dass das anhält und sie den Hochstand halten können. Die Blauen ohne Binden (20 – SR Jörg Wunderlich) sind kräftig im Körper, haben reine Deckenfarbe und prima Blassenzeichnung. In den Rosetten sollten einige etwas markanter erscheinen. Ein heikler Punkt ist die Brustfarbe. Denn hier darf der Violettglanz nicht zu stark in den Vordergrund rücken. V KVE für Otto Hahl und „hv“ für Thomas Steinert.

Bei den Blauen mit schwarzen Binden (13) kommt erschwerend der Bindenzug dazu. In der Bindenreinheit sind große Fortschritte zu verzeichnen gewesen. Etwas mehr gleichmäßige Bindenbreite wäre von Vorteil. Farblich wissen sie zu gefallen und auch im Typ stimmen sie durchweg. V SVB und „hv“ für Otto Hahl.

Mit intensiv schwarzer Hämmerung traten die Blaugehämmerten (7) an. Durchgehende Grundfarbe und satte Schwingenfarbe sind bei ihnen die Regel. Beachtlich auch die vollen Hauben und die markanten Rosetten. Manchmal etwas keiligere Hämmerung ist zu wünschen. Bestechend die beiden Hv-Tiere von Manfred Kähler sowie Hans u. Stefan Koch.

Die Rotfahl-Gehämmerten (6) hatten volle Hauben, wobei die Rosetten manchmal etwas feiner sein dürften. Die Bauchfarbe hat deutlich weniger Blaustich als noch vor Jahren. In der Hämmerung müssen sie wesentlich offener und schärfer werden. Zudem ist auf eine gleichmäßige Hämmerungsfarbe zu achten.

Schade, dass die fünf Gelbfahlen nicht gekommen waren. Die Gelbfahl-Gehämmerten (XX) sahen wir noch nie in einer solchen Qualität. Feine Grundfarbe und riesige Fortschritte in der Hämmerung. Das v-LVEB-Tier von Otto Hahl war das Maß der Dinge.

Neun Mehllichte ohne Binden überzeugten mit reiner Schildfarbe und richtigem Typ. Bei den Täubinnen muss auf gleichmäßigere Schildfarbe geachtet werden. Die leuchtende Ockerbrust darf auf keinen Fall in den Hinterhals gehen. Kleine Wünsche in den Hauben waren außerdem vorhanden. Hv E ging an Stefan u. Hans Koch.

Unter den sechs Schwarzen mit weißen Binden (SR Wilhelm Bauer) stellten die Grundfarbe und auch die Kopfpunkte keine Schwierigkeiten dar. In Bezug auf die Bindenausprägung ist auf verstärkte Reinheit und auch Bindenlänge hinzuarbeiten. Sg95 E für Manfred Hüttl.

Zwei Blaue mit weißen Binden hatten recht lange Binden und auch gleichmäßigen Bindensaum. Die Grundfarbe sollte etwas gleichmäßiger und die Kopfpunkte voller werden. Sg95 SE auch hier für Manfred Hüttl.

Einen gewissen Aufschwung haben zur Zeit auch die belatschten Süddeutschen Blassen (69 – SR Stefan Schneider). Auch hier sieht man immer mehr Farbenschläge. Einzig die Züchterbasis dürfte etwas breiter werden.

Sechs Schwarze hatten sehr gute Farbe und auch den richtigen Typ, der etwas kompakter als bei den Glattfüßigen erscheint. Einzig in festerer und geordneterer Haubenstruktur sind die Zukunftsaufgaben umrissen. V SE für Klaus Knauer und „hv“ für Friedrich Schumann.

Die Roten (4) hatten zwar sehr schöne Figuren und auch korrekte Zeichnung, müssen aber farblich aufholen. Die Schwingenfarbe muss sich mehr anpassen und die Schwanzfarbe an den Ortfedern pigmentstärker sein. Sg94 Z für Friedrich Schumann.

Besser präsentierten sich diesbezüglich die Gelben (7). Vor allem durch die glatte Feder fielen sie sofort ins Auge. Auch im Haubenaufbau sind sie sehr konstant und in der Zeichnung gibt es sowieso keine Probleme. Die farblichen Feinheiten sind noch zu verbessern. V SEG für Klaus Knauer mit einer kräftigen Alttaube.

Die Blaufahlen mit dunklen Binden (5) hatten sehr volle Hauben, lange Binden und kräftige Figuren. Knackpunkt ist die Brustfarbe, die idealerweise keinerlei Ockerton aufweist. V GB auf eine junge Täubin von Wilhelm Bauer.

Zwei Blaufahle ohne Binden hatten die richtige Farbgebung und auch reine Decken. In den Hauben dürften sie etwas voller sein. Sg95 Z an Klaus Knauer.

Erstmals war eine Blaufahl-Gehämmerte zu sehen. In der Zeichnung und der Haube wusste sie zu gefallen. Das Problem war die stark aufgehellte Hämmerungsfarbe. G91 für Lothar Baumert.

Leider in diesem Jahr nur drei Rotfahle. Diese aber mit vollen Köpfen, kräftigen Figuren und langen Binden. Eine gleichmäßigere Halsfarbe ist bei reiner Schildfarbe das weitere Zuchtziel. Sg95 Z für Wilhelm Bauer.

Wie schon seit Jahrzehnten dominieren die Gelbfahlen (16) das Feld der belatschten Süddeutschen Blassen. Bestechende Farbe und wuchtige Kopfpunkte sind hier die Regel. Je satter die Bindenfarbe, desto schwieriger wird es, die verdeckte 3. Binde zu unterdrücken. V SVB, v SE und dreimal „hv“ gingen an Tiere aus der Zucht von Wilhelm Bauer.

Recht zahlreich die Mehllichten mit Binden (15), die in unterschiedlicher Farbintensität angetreten sind. Auf reine Schnabelfarbe und nicht zu blaustichige Grundfarbe ist zu achten. Schließlich handelt es sich um mehllicht. V SEG für Wilhelm Bauer, „hv“ an Wilhelm Bauer und Thierry Weber.

Leider nur drei Gelerchte, diese aber mit reiner Brustfarbe und gleichmäßiger Lerchung. Außerdem hatten sie volle Kopfpunkte und prima Typ. V E für Wilhelm Bauer.

Schön, dass die Reiflichten mit schwarzen Binden (6) gezeigt wurden. Im Hinblick auf die einmalige reiflichte Farbe darf in der Bindenlänge nicht das Äußerste gefordert werden. Zudem muss die Bauchfarbe gleichmäßig sein. Kein Halsglanz ist farbenschlagtypisch und zu fördern. Sg95 SE ging hier an Gerald Beyer.

Die Blauen mit weißen Binden (5) hatten Vorzüge in der Grundfarbe und auch der Bindenreinheit. Auch bezüglich des süddeutschen Typs haben sie Fortschritte gemacht. Richtungsweisend eine Täubin mit v SEG von Gerald Beyer.

Die Blau-Weißgeschuppte muss gerade im Typ und der Latschengröße noch Süddeutscher werden. G92 für Alleinaussteller Hansjörg Deffner.

In der AOC-Klasse standen zwei Blaufahle mit weißen Binden. Auch sie müssen etwas freier im Stand sein und die Latschen dürfen gerne etwas kürzer werden. In der Farbe und den Binden waren sie schon recht ordentlich. Sg95 SE an Lothar Baumert.

Eine große Farbenschlagvielfalt war auch bei den belatschten Süddeutschen Mönchtauben (57 – SR Horst Jende) zu sehen. Eine Rasse, die unkompliziert ist und langjährige Züchter in ihren Reihen hat.

Wie immer standen die Schwarzen (11) am Anfang. Sie gefielen in der Farbe und der Zeichnung. Hierin sind sie schon immer sehr ausgeglichen. Die Hauben sollten wieder etwas voller und auch freistehender werden. Kräftige Formen sind ihnen absolut eigen. V SVB für Wolfgang Menger und „hv“ für Nicolas Landthaler.

Leider nur 7 Rote. Diese dafür mit feinem Typ und sehr leuchtender Farbe. In der Zeichnung waren keine Ausreißer festzustellen. Etwas mehr Randfarbe würde einzelnen gut zu Gesicht stehen. V GB und „hv“ für Wilhelm Bauer.

Mit feiner, leuchtender Farbe wussten die sechs Gelben zu gefallen. Auch im Typ und markanten Rosetten waren sie ausgeglichen. Etwas festerer Haubenkamm ist anzustreben. V E für Wilhelm Bauer.

Fünf Blaue ohne Binden hatten kräftige Figuren und korrekte Zeichnung. Die Rosetten sollten von außen markanter sein. Auf reinere Farbe in der Bindengegend ist hinzuarbeiten. Hv SE für Alleinaussteller Rainer Barth.

Beachtlich der Auftrieb der Schwarzen mit weißen Binden (16). In der Bindenführung und -reinheit haben sie zugelegt. In der Mönchzeichnung gibt es sowieso keine Schwierigkeiten. Manchmal dürfte der Kopf etwas breiter und damit Haube voller erscheinen. V SEG für Thomas Köhlmos und je „hv“ an Thomas Köhlmos und Wolfgang Menger.

Schade, dass die Blauen mit weißen Binden (6) nur noch von einem Züchter gezeigt wurden. Feine Grundfarbe und volle Hauben im Rahmen der härteren Feder. Typisch auch der satte Bindensaum und reine Binden. Etwas gleichmäßigere Binden sind anzustreben. Hv E für Rainer Barth.

Die beiden Schwarz-Weißgeschuppten hatten kräftigen Körper und auch korrekte Mönchzeichnung. In der Schuppung ist noch einiges an züchterischer Arbeit zu leisten. Sg95 SE an Thomas Köhlmos.

Den Abschluss der „Biberacher Schecken“ bildeten vier Blau-Weißgeschuppte mit sehr reiner Schuppung, sattem Schuppungssaum, bestem Typ und vollen Hauben. Die kleinen Wünsche bezogen sich auf die Schuppungsverteilung. V E für Rainer Barth.

Bei den glattfüßigen Süddeutschen Mönchtauben (35 – SR Klaus Knauer) tut sich etwas. Gerade bei den Blauen mit weißen Binden (26) ist der rötliche Augenrand nun schon fast die Regel, will man an der Spitze stehen. Große Fortschritte auch in der Bindenlänge und vor allem auch im -verlauf. In der Bauchfarbe gibt es eigentlich nichts mehr auszusetzen. Dieser Hochstand, verteilt auf mehrere Zuchten, wäre vor Jahren unvorstellbar gewesen. V SVB und v E gingen an Rainer Barth, je „hv“ für Peter Maleck und Oliver Kähler.

Große Klasse auch die herausgestellten Tiere unter den Blau-Weißgeschuppten (9). Gerade in der keiligen Schuppung sind sie deutlich vorangebracht worden. In der Grundfarbe haben sie zu den Weißbindigen aufgeschlossen und selbst der rote Augenrand ist vorhanden. Das bringt dem Farbenschlag bestimmt neue Züchter. V SEG und „hv“ für Rainer Barth.

Einen quantitativ großen Auftritt hatte unsere jüngste süddeutsche Farbentaubenrasse, die Echterdinger Farbentauben (SR Bernd Kunert). Sage und schreibe 41 waren hier in Hoya zu sehen.

Dass der Ursprungsfarbenschlag schwarz (11) nur an 3. Stelle der gemeldeten Tierzahl lag, muss uns zu denken geben. Bleibt zu hoffen, dass das wirklich nur ein Ausrutscher war. In der Zeichnung und hier vor allem in der Latzgröße lagen die klaren Vorzüge. Die Farbe und auch das Kopfprofil sind mehr als in Ordnung. Die Schwerpunkte müssen in der klaren Rosettenausprägung gesetzt werden, da hier noch Nachholbedarf besteht. Zudem dürften die Augenränder etwas frischer wirken. V SVB Karl-August Bahr.

Die Roten (13) waren in der Zeichnung nicht so ausgeglichen. Hier sieht man immer wieder auch Tiere, die im Latz kleiner sind. So lange der Typ und der Haubenaufbau stimmen, wurde das toleriert. In der Schwanzfarbe mussten einige Tiere intensiver sein. Und auch hier die Schwierigkeiten in den korrekten, klar zentrierten Rosetten. Hv E für Karl-August Bahr.

Wohl noch nie waren die Gelben (14) so zahlreich. Positiv konnte die Farbe und auch die Augenrandfarbe notiert werden. Auffallend waren auch die kräftigen Figuren. In der Latzgröße dürften sie ausgeglichener sein. Im Haubenaufbau ist auch bei diesen auf klare Strukturen zu achten. Hv E für Friedrich Schumann.

Schade, dass die Blauen (3) nicht eingeliefert wurden. Sie hätten das Farbquartett komplettiert.

Der Trend zu unseren Süddeutschen Schildtauben (206) hält an. Bei der großen Farbenschlagvielfalt kann man mehr als zufrieden sein, wenn diese Rasse in 24 Farbenschlägen angetreten ist. Dabei fiel aber auf, dass einige sonst fast als Standardfarbenschläge vertretene, diesmal fast ausfielen. Hier müssen wir für die Zukunft wieder hoffen.

Bei den Schwarzen (34 – SR Nicolas Landthaler) gefiel, dass sie ausgeglichen und sowohl in der Farbe als auch Zeichnung keine Ausreiser zu finden waren. So waren es oftmals nur Nuancen, die für die Bewertungsnote ausschlaggebend waren. Ganz vorne standen die Tauben, bei denen das Gesamtpaket ins Auge stach. Frische, feine Augenränder, elegante Figuren, freie Halslinie und trotzdem hohe Hauben hatten die herausgestellten Tiere. V SVB, v SEG, v E, für Thomas Krämer. Die „hv“ gingen an Thomas Krämer (3). und Jörg Wunderlich (1).

Etwas enttäuschend war der Auftritt der Roten (17) und zwar von der Anzahl als auch der Qualität. Während der Rand und die Figuren noch passten, waren farbliche Wünsche leider nicht zu übersehen. Die Rosettenausprägung stimmte doch dürfte der Haubenkamm etwas straffer sein. Erfreulich, dass sich die sg95-Bewertungen gleich mehrere Züchter (Manfred Gönsch, Manfred Kleemann, Eberhard Schubert) teilten.

Besser sah es bei den Gelben (22) aus. Farblich zwar in unterschiedlichen Nuancen angetreten, wurde das toleriert, wenn die Gleichmäßigkeit gegeben war. Volle Hauben zeigten sie und auch die Rosettenausprägung war in Ordnung. In der Federfestigkeit dürften sie etwas straffer erscheinen und zudem im Augenrand gleichmäßiger gefärbt sein. V LVEB, v KVP und „hv“ für Thomas Krämer.

Blaue ohne Binden (17 – SR Andreas Domanja) haben einen konstanten Züchterkreis. Die gezeigten Tauben überzeugten in Typ, vollen Hauben, gleichmäßiger und reiner Farbe sowie lebhaften Augenrändern. Die Hauben dürften manchmal noch eine Nuance fest sein. V GB an Thomas Krattenmacher, v E für Jörg Wunderlich und „hv“ für Stefan u. Hans Koch.

In feiner Qualität präsentierten sich die Blauen mit schwarzen Binden (28). Rassiger Bindenzug, im Grund keinerlei Anflug mehr von Rost und feine Farbe. Dazu kamen sehr typische Kopfpunkte. Zusammengefasst eine starke Vorstellung. Als Wunsch ist manchmal eine konstantere Haltung zu verzeichnen. V KVP an Jörg Wunderlich, „hv“ für Manfred Kleemann (2) und Jörg Wunderlich (1).

Kapital in Zeichnung, Hämmerungsmarkanz und -verteilung die Blaugehämmerten (12), die auch im Typ große Klasse sind. Gefallen haben sie auch in den vollen Hauben und den kräftigen Figuren. V SVB für Jörg Wunderlich und „hv“ für Manfred Kleemann.

Vier Blaufahle ohne Binden mit selten anzutreffender ganz klarer, kühler Schildfarbe. Auffallend auch die kräftigen Formen und vollen Hauben. Gerade darin dürften sie etwas straffer sein. „Hv“ für Jörg Wunderlich.

Nur eine Rotfahle in sg-Qualität von Gerald Beyer haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Hier hat wohl im Vorfeld das Geschwollene Darm-Syndrom zugeschlagen…

Umso häufiger in diesem Jahr die Gelbfahlen (8), die deutliche Fortschritte zu verzeichnen haben. Vor allem im Typ sind sie wirklich tadellos. In beiden Geschlechtern sieht man sehr gute Schildgrundfarbe und angepasste Bindenfarbe. V SEG und zweimal „hv“ für Gerald Beyer.

Die Blaufahlen mit dunklen Binden (4 – PR Gert Baumann) haben aufgeholt. In den Kopfpunkten sind sie sehr konstant und auch in der Schildgrundfarbe ist Rasse vorhanden. Wenn es jetzt noch gelingt, den Bindenzug noch mehr zu perfektionieren, ist alles in bester Ordnung. V SVB für Jörg Wunderlich.

Früher nur sehr selten, sind bei den Blaufahl-Gehämmerten (7) etwas größere Stückzahlen erreichbar. Der Hochstand der Blaugehämmerten schlägt auch da zu Buche. Vor allem in der Hämmerungsmarkanz und der Schildgrundfarbe war das deutlich zu sehen. V LVEB ging auch hier an Jörg Wunderlich.

Den beiden Gelbfahl-Gehämmerten (Gerald Beyer) fehlte doch noch einiges an keiligerer Hämmerung. Schön, dass sie trotzdem gezeigt wurden.

Die Rotfahl-Gehämmerten (7) sind hier ein gutes Stück weiter. Während der Typ passt, müssen sie in der Hämmerung unbedingt offener werden. Sie tendieren einfach immer in Richtung rotfahl-dunkelgehämmert, da hier mehr Gleichmäßigkeit erreicht werden kann. V SEG für Gerald Beyer.

Die Weißbindigen wurden von den Schwarzen mit weißen Binden (8) angeführt. In der Farbe sind sie recht glanzreich und auch die Bindenlänge passt. Diese müssen aber noch reiner werden. Etwas mehr Ausstrahlung würde ihnen gut zu Gesicht stehen. Zweimal „sg95“ für Eberhard Schubert.

Die beiden Gelben mit weißen Binden waren hier einen Schritt weiter. Vor allem in der Farbe und der Bindenausprägung haben sie Vorzüge. Entwicklungspotenzial besteht hauptsächlich in der Haubenfülle. „Hv“ für Manfred Hüttl.

Traditionell sind die Blauen mit weißen Binden (10) die Beliebtesten unter den Weißbindigen. Die Schildgrundfarbe ist gleichmäßig und auch in der Bindenlänge wissen sie zu gefallen. Ein glatterer Bindensaum ist anzustreben. In den Kopfpunkten haben wir sie schon voller gesehen. „Hv“ für Manfred Hüttl.

Eine Klasse für sich sind nun schon seit ein paar Jahren die schwierig zu züchtenden Hellblauen mit weißen Binden (7). Sie werden in prima Kondition präsentiert und haben sehr guten Bindenzug. Einzeltiere sind absolut Saumfrei. Manfred Hüttl konnte v SEG und „hv“ erringen.

Kräftig im Körper waren die vier Schwarz-Weißgeschuppten. Sie überzeugten auch in der Schildgrundfarbe. Große Schwierigkeiten bereitet noch immer die korrekte Schuppungsanlage. Zweimal „sg95“ für Alleinaussteller Eberhard Schubert.

Darin sind die fünf Rot-Weißgeschuppten schon ein gutes Stück weiter. Zudem zeichnet sie eine sehr satte Farbe aus. Etwas mehr Haubenfülle wäre schön. „Hv“ für Manfred Hüttl.

Bei den Gelb-Weißgeschuppten (3) ist die gleichmäßige Verteilung der Schuppung und auch die Keiligkeit deutlich zu verbessern. In der Schildzeichnung waren sie stimmig. „Sg94“ an Manfred Hüttl und Eberhard Schubert.

Drei Blau-Weißgeschuppte tun sich in der korrekten Schuppung leichter. Auf ausreichende Schuppungsverteilung und vollere Hauben ist hinzuarbeiten. „Sg94“ an Manfred Gönsch.

Eine einzelne Hellblau-Weißgeschuppte von Manfred Gönsch zeigte hohe Qualität, was mit „sg95“ honoriert wurde.

Die Süddeutschen Mohrenköpfe (71 – SR Egbert Hagen) waren in allen vier anerkannten Farbenschlägen und sogar zwei Tieren in der AOC-Klasse angetreten. Als SV-Blickpunktrasse hätten es aber ruhig ein paar Tiere mehr sein dürfen.

Bei den Schwarzen (36) war ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Im Grund gab es keine Tiere mehr, die im Stand zu tief waren. Auch in der Halslinie zeigten sie sich verbessert. Die Schwanzfarbe ist in der Breite nicht mehr zu verbessern. Aufgrund der immensen Federlänge ist die Festigkeit des Haubenkamms immer ein Thema. Sehr erfreulich, dass die Spitzentiere gleich aus mehreren Zuchten kommen: v KVE für Anton Wespel, v SE für Thomas Krattenmacher und v GB für Bernd Laupus; „hv“ gingen an Bernd Laupus (4) und Thomas Krattenmacher (1).

Feine Typen waren bei den Blauen (16) zu sehen. In der Haubenausprägung gefielen sie ausnahmslos und auch in der Zeichnung. Einige dürften in der Schwanzdeckfarbe etwas heller erscheinen. Im Kopf- und Latzbereich ist hier alles in Ordnung. V SEG und zweimal „hv“ für Thomas Krattenmacher.

Schade, dass es nicht mehr Rote (10) waren. Die gezeigte Qualität konnte dennoch mehr als zufriedenstellen. Satte Farbe und dabei nahezu reine Schnabelfarbe waren hier zu sehen. Was fehlt ist einfach eine breitere Züchterbasis. V SVB und „hv“ für Bernd Laupus.

Prima Farbe und sehr kompakte Figuren waren bei den Gelben (7) zu sehen. Dazu keine Ausreißer in der Zeichnung. Einige dürften in der Haube etwas voller erscheinen. V BPB und „hv“ für Dieter Baacke.

Zwei Blaufahle in der AOC-Klasse in sg-Qualität von Alfred Kortkamp, zeigten, dass auch an diesem Farbenschlag gearbeitet wird.

Ein besonderer Hingucker sind immer die Württemberger Mohrenköpfe (17 – SR Bernd Kunert). In Hoya war nur die schnippige Zeichnungsart vertreten.

Die Schwarzen mit weißer Schnippe (13) hatten allesamt prima Zeichnung mit üppiger Latzgröße, markanten Schnippen und auch typischen Figuren. Die Wünsche beziehen sich immer wieder auf die korrekte Haubenausprägung mit klar definierten Rosetten. Herausragend für die Rasse und mit Sicherheit prägend die v GB-Täubin von Holger Luick, der auch noch ein „hv“ erringen konnte.

Sehr große Lätze und ordentliche Figuren bei den Roten mit weißer Schnippe (4). Äußerst gefallend auch die satte Farbe. In den Schnippen nicht mehr größer und etwas ausgeglichener im Federfuß. Sg95 für Alleinaussteller Holger Luick.

Die glattfüßigen Süddeutschen Latztauben (57 – SR Friedhelm Rose) haben nun schon seit Jahren einen konstanten und aktiven Züchterkreis.

Die Braunen (9) mit toller Farbe und auch üppiger Latzgröße. Auch figürlich konnten sie vollauf überzeugen. Im Haubenkamm dürften einige etwas voller sein. V GB für Karl-Heinz Weder.

Einen starken Auftritt hatten die Gelben (16), die man sonst nur selten zu Gesicht bekommt. Dazu stellten hier gleich fünf Züchter aus. In der Latzgröße und der Farbe waren sie sehr typhaft. Die Schnabelfarbe ist bei satter Farbe immer hornfarbig und aufgrund der unterschiedlichen genetischen Grundlage nie so hell wie bei Mohrenköpfen. Fritz Nothing errang ein „hv“.

Farblich sind die Schwarzen (16) große Klasse. Glanzreiche Farbe und kräftige Figuren sind hier Allgemeingut. Auch in der Latzgröße stimmen sie. Dazu kommen wuchtige Hauben. Der Rosettensitz könnte hin und wieder etwas höher sein. V SVB und „hv“ für Wilhelm Bauer; ein weiteres „hv“ für Karl-Heinz Weder.

Ungeheuer glatte Feder hatten die Blauen (16), die auch in der Latzgröße und der Farbe gefielen. In der Figur sind die langen Tiere der Vergangenheit verschwunden. In der Haube dürften einige etwas freier sein. V SEG von Rainer Schmidt und „hv“ für Karl-Heinz Weder.

Leider war in diesem Jahr nur eine einzelne blaue belatschte Süddeutsche Latztaube von Rainer Schmidt vertreten, die mit sg95 ihre Qualität unterstrich.

In allen Farbenschlägen und sogar der AOC-Klasse waren die Süddeutschen Schnippen (108) vertreten. Im Gegensatz zu früher sind heute in allen Farbenschlägen herausragende Tiere zu finden, was ein Verdienst der Züchter ist. Auch die Anzahl der ausgestellten Tiere war ganz hervorragend.

Tauben mit sehr viel Ausstrahlungskraft haben wir bei den Schwarzen (38 – SR Manfred Gitz) gesehen. Farblich sind sie in der Spitze nicht mehr zu verbessern und auch in den Kopfpunkten haben sie viel Adel. Vor allem die feinen Augenränder und vollen Hauben fielen positiv auf. Auf die abgestimmte Länge der Hinterpartie ist auf jeden Fall zu achten. V SVB, v SEG und zweimal „hv“ für Nicolas Landthaler.

Sowohl in der Quantität als auch der Qualität haben die Roten (20) zugelegt. Farblich gibt es wirklich Tiere, an denen es nichts auszusetzen gibt. In der Haubenfülle haben sie aufgeholt. Im Kopfprofil und kompakteren Figuren lagen Wünsche. V GB und „hv“ für Alexander Zinell.

Den größten Fortschritt haben die Gelben (12 – SR Wilhelm Bauer) gemacht. Vor allem auch in der Federstruktur im Keil sind sie glatter geworden. In den Hauben und der Randfarbe konnten sie gefallen. Im Nacken dürften einige etwas voller sein. V SVB und „hv“ für Alexander Zinell.

Einen so starken Auftritt der Blauen (24) hatten wir bisher noch nicht. Hier waren sie der zweitstärkste Farbenschlag. Was hier in punkto und Typ erreicht wurde, wäre vor Jahren noch unvorstellbar gewesen. In der Haubenfülle und Farbe haben sie ebenfalls zugelegt. Manchmal dürfte der Rand noch eine Nuance leuchtender sein und in der Schnippenform etwas straffer. V GB und v SEG für Manfred Gitz; 2 x „hv“ für Helmut Gay.

Die Blaufahlen (12) haben den richtigen Farbton, sehr gute Randfarbe und auch stimmige Figuren. In der Haubenausprägung sind sie sehr ausgeglichen. Die Durchfärbung der Schwanzfarbe ist das Zukunftsziel. V SVB für Bernd Kunert, „hv“ für Helmut Gay.

Zum Abschluss standen eine Dunfarbige in der AOC-Klasse, die ihre hochrassigen schwarzen Ahnen nicht verheimlichen konnte. In der Schwanzfarbe sollte sie gleichmäßiger sein. Sg94 für Nicolas Landthaler.

Die Leistungspreise gingen bei dieser Hauptsonderschau an folgende Züchter:

Südd. Kohllerchen (Gerhard Bohner, 563 P.); Südd. Tigermohren (Daniel Bohner, 570 P.); Südd. Weißschwänze, blau mit weißen Binden (Stefan Schneider, 569 P.); Südd. Blassen, rot (Wolfgang Wiedmann, 577 P.); Südd. Blassen, blau mit schwarzen Binden (Otto Hahl, 570 P.). Südd. Blassen, gelbfahl-gehämmert (Otto Hahl, 567 P.); Südd. Blassen, belatscht gelbfahl (Wilhelm Bauer, 577 P.), Südd. Mönch, belatscht schwarz (Thomas Köhlmos, 570 P.); Südd. Mönch, glattfüßig blau mit weißen Binden (Rainer Barth, 574 P.); Echterdinger Farbentaube, schwarzgeganselt (Karl-August Bahr, 567 P.), Südd. Schildtaube, schwarz (Thomas Krämer, 579 P.); Südd. Schildtaube, blau mit schwarzen Binden (Jörg Wunderlich, 571 P.); Südd. Schildtaube, rotfahl-gehämmert (Gerald Beyer, 566 P.); Südd. Mohrenkopf, schwarz (Bernd Laupus, 574 P.); Württemberger Mohrenköpfe, schwarz mit weißer Schnippe (Friedrich Schumann, 563 P.); Südd. Latztaube, schwarz (Wilhelm Bauer, 569 P.), und Südd. Schnippe, schwarz (Nicolas Landthaler, 576 P.). Der Sonderleistungspreis 2019 ging an Südd. Schnippe, blau (Manfred Gitz, 573 P.).

Die nächste Hauptsonderschau findet am 28./29. November 2020 bei der Gruppe Hessen in Rabenau statt. Dort finden wir wieder beste Voraussetzungen und wir freuen uns schon heute sehr darauf.

Wilhelm Bauer

Autor:
Datum: Dienstag, 17. Mai 2016 19:17
Trackback: Trackback-URL Themengebiet:

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Kommentare und Pings geschlossen.

Keine weiteren Kommentare möglich.