Letzte Hauptsonderschau inkl. Katalog

Hier können Sie einen Blick in den Katalog  der letzten HSS in Nüdlingen werfen:

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und nun den Fachbericht, wie er in der Fachpresse erschienen ist:

Die süddeutschen Farbentauben bei der HSS 2017 in Nüdlingen

Fast schon traditionell findet die HSS der süddeutschen Farbentauben Anfang Januar statt. In diesem Jahr ging es zum wiederholten Mal nach Nüdlingen zur Gruppe Bayern. Rainer Wilm und seine Mannschaft hatten alles unternommen, um die ihnen anvertrauten 1353 süddeutschen Farbentauben optimal unterzubringen – und sie haben es perfekt gelöst. Im Gedenken an unser im letzten Jahr verstorbenes Ehrenmitglied, Gottfried Wilm, wurde sie als Gottfried-Wilm-Gedächtnisschau durchgeführt.

Ganz besonders erwähnenswert ist auch der Ausstellungskatalog. Denn erstmals wurden Fotos direkt von der Ausstellung eingebunden. Auch die Blickpunktrasse 2017 „Süddeutsche Weißschwänze“ wurde darin ausführlich beschrieben.

Rainer Wilm hatte zu Ehren seines verstorbenen Vaters drei Volieren mit Süddeutschen Latztauben in den Farbenschlägen Braun, Gelb und Blau gezeigt. Alle hatten kräftige Figuren, ausgeglichene Latzgrößen und überzeugten auch mit sehr feiner Farbe. Die Braunen und Gelben kamen verdient zu „v“; bei den Blauen sollte der Haubensitz minimal höher sein, sodass sie „hv“ errangen. Das SV-Band auf die Gelben war der verdiente Lohn für diese züchterische Meisterleistung.

Mit 34 Süddeutschen Kohllerchen liegen wir derzeit im üblichen Rahmen – die langjährigen Züchter waren vertreten. Die richtige Grundfarbe hat sich nun endgültig gefestigt und auch in der Ockerbrust erscheinen sie ausgeglichener. Die üblichen Wünsche beziehen sich hauptsächlich auf die Pfeilspitzen. Etwas schärfer und verteilter müssen sie meistens sein. Fortschritte wurden im Kopfprofil erreicht. Sie sind etwas stirniger geworden, was ihnen gut steht. (v Nüdlinger Band, v KVE: JZ Dennis Gekeler; hv: Stephan Hartig, Gerhard Bohner, JZ Dennis Gekeler).

In der schwarzen Grundfarbe und dem richtigen Größenrahmen wussten die Süddeutschen Tigermohren (27) zu gefallen. Die Augenrandfarbe hat sich gebessert, doch müssen wir darauf achten, dass die Augenfarbe nicht zu dunkel wird. Bezüglich der Rieselung sind sie etwas ausgeglichener geworden. So sah man jedenfalls keine weißen Flächen mehr und auch der Stirnfleck hat sich durchweg gefestigt. Hin und wieder sollte die Flügellage etwas straffer sein. (v SVB: Wilfried Stroh; hv: 3 x Wilfried Stroh, Daniel Bohner).

Gespannt war man auf den Auftritt der Süddeutschen Weißschwänze, die als Blickpunktrasse 2017 ausgewählt waren. Mit 83 Tieren waren sie sehr gut vertreten und von der Qualität her konnten wir sehr zufrieden sein. Die Rasse ist in sehr guten Züchterhänden, wenngleich es natürlich sehr gerne mehr sein dürften. Schade, dass keine Gelben gezeigt wurden. Sie werden doch wohl nicht heimlich still und leise verschwunden sein?

Bei den Schwarzen (19) wurden riesige Fortschritte erzielt. Sehr kräftige Tauben mit vollen Hauben, markanten Rosetten und keinerlei Ausreißer in der Zeichnung. Manche sollten in der Bauchfarbe etwas glanzreicher und im Nacken gefüllter sein. Auch sollte der Augenrand manchmal etwas angepasster erscheinen. Was aber hier gezeigt wurde, lässt jedenfalls für die Zukunft noch mehr hoffen. Einen herzlichen Glückwunsch an die Züchter! (v BPB: Steffen Lehmann, v E: Rainer Wilm; hv: Rainer Wilm, Steffen Lehmann, 2x Jan H. Rose).

Leider nur ein einzelner Roter. Dieser aber als absoluter Paukenschlag mit vorzüglichen Rassemerkmalen. So haben wir schon lange keinen Vertreter mehr gesehen. (v Sach-E: Lothar Baumert).

Die acht Blauen ohne Binden hatten ausnahmslos eine sehr reine Deckenfarbe und auch kompakte Figur sowie keine Ausreißer in der Zeichnung. Die Wünsche bezogen sich hauptsächlich auf die Haubenausprägung. Sie dürfte noch etwas in der Fülle zulegen. (v E, hv: Stefan Schneider).

Die Schwarzen mit weißen Binden (6) zeigten eine sehr glanzreiche Grundfarbe und auch gute Bindenanlage. Die Binden sollten noch etwas reiner werden und die Hauben voller. (v NB: Stefan Schneider).

Blaue mit weißen Binden (6) gefielen durchweg mit sehr guter Bindenführung und auch typischen Kopfpunkten. Hinzu kamen kräftige Figuren. Manchmal sollte der Bindensaum noch feiner werden. Auffallend auch die sehr gute Farbe bis in den Keil. (v SE, 2 x hv: Stefan Schneider).

Zwei Schwarz-Weißgeschuppte zeigten prima Grundfarbe und auch sehr gute Kopfpunkte. In der Schuppung sollten sie noch keiliger werden. (Hv: Reiner Hübel).

Sage und schreibe 16 Blau-Weißgeschuppte und dazu in einer Qualität, wie man diesen Farbenschlag wohl noch nie gesehen hat. Bezüglich der Schuppung waren Tiere dabei, an denen es nichts zu wünschen gab. Auch in der Bauchfarbe sind sie absolute Spitze. Auch hier sind die Wünsche auf die Haubenausprägung bezogen. (v SVB, v Sach-E: Stefan Schneider; hv: Stefan Schneider, Lothar Baumert).

24 Kupferne konnten zwar von der Quantität her überzeugen. In der Qualität haben wir sie aber schon besser gesehen. Die Grundfarbe und auch das Schildkupfer waren bei allen sehr gut vorhanden. Auch in der Weißschwanzzeichnung war alles in Ordnung. In der Pfeilspitzzeichnung müssen sie aber markanter und schärfer werden. Hinzu kamen Wünsche in der Finkenzeichnung, die entweder zu knapp oder zu üppig war. (v SVB: Michael Ruoff; hv: 2 x ZG Niedernostheide/Elling, Hubert Weber).

Die glattfüßigen Süddeutschen Blassen (264) haben bezüglich der Farbenschlagvielfalt eine große Verbreitung gefunden. Zu begrüßen ist vor allem, dass die Schwarzen (43) wieder mehr Züchter begeistern können. Das schlägt sich in der Qualität absolut nieder. Hier standen sehr feine Tiere, und zwar von mehreren Züchtern. Der rote Augenrand und volle Hauben haben sich durchgesetzt. Manchmal sollte die Rückendeckung etwas straffer sein. Sehr fein ist auch die Farbe mit reichlich Glanz. (v NB, 2 x v Sach-E; hv: 3 x Rainer Wilm, Otto Hahl).

Die sehr hohe Qualität setzte sich auch bei den Roten (31) fort. Ganz feine Kopfpunkte in der Breite der Tiere, dazu feine Farbe und bester Typ. Zuweilen ist etwas mehr Kehlung anzustreben. Auffallend ist bei diesem Farbenschlag, dass die Hinterpartien kaum die Tendenz haben, etwas lang zu werden. (v NB, 2 x v Sach-E: Wolfgang Wiedmann; hv: 2 x Wolfgang Wiedmann, Stefan u. Hans Koch).

Unter den Gelben (39) war ebenfalls beste Qualität zu sehen. Auffallend war die sehr glatte Feder bei bester Farbe in Kombination mit sehr feinen Kopfpunkten. Die Schwingenfarbe wird bei leicht geöffnetem Schwung bewertet, was einer natürlichen Haltung entgegenkommt. Die üppige Haubenfeder dürfte im Haubenkamm etwas fester erscheinen. (v SVB, v Sach-E, v SE: Adam Daum; hv: 4 x Adam Daum, Siegfried Zinell).

Auffallend zeigten sich die Blauen ohne Binden (27) mit sehr reiner Deckenfarbe. Man hatte auch den Eindruck, dass sie in der Haubenfülle etwas zugelegt haben. Bezüglich der Rosettenmarkanz waren verschiedene Typen zu sehen, was aber wohl auf die unterschiedliche Putzweise zurückzuführen ist. Aufpassen muss man, dass die Schwingenfarbe ausreichend satt gefärbt ist. (v SVB: Otto Hahl, v Sach-E: Norbert Fell; hv: Thomas Steinert, Norbert Fell).

Im Grund sind die gemachten Ausführungen auch auf die Blauen mit schwarzen Binden (24) zu übertragen. Sie tun sich mit der Schwingenfarbe etwas leichter, was auf die Binden zurückzuführen ist. Die Bindenlänge ist sehr gut. Lediglich in der Feinheit des Bindenzugs könnten sie etwas zulegen. (v NB: Otto Hahl; hv: Otto Hahl, Norbert Fell).

Die Blaugehämmerten (11) zeigten sich in der keiligen Schildzeichnung sehr typhaft. Die Hämmerung muss aber unbedingt rein in der Farbe sein. Bezüglich den Kopfpunkten haben sie keine Nachteile gegenüber den anderen blauen Farbenschlägen. (hv: Manfred Kähler, Stefan u. Hans Koch).

Stetig im Kommen sind die Rotfahlen (10). In der Grundfarbe haben sie mächtig aufgeholt und auch im Bindenzug wissen sie zu gefallen. Sie sollten nicht zu blaustichig werden und vor allem auch in der Halsfarbe abgestimmter erscheinen. (v SVB: Gerhard Wachter).

Bei den Rotfahl-Gehämmerten (8) ist die Richtung noch nicht so klar zu erkennen. Einiges muss sich noch in der Grundfarbe und vor allem der Hämmerung tun. Sie sind fast durchweg „dunkelgehämmert“ und wären demnach in der AOC-Klasse zu zeigen.

Die Gelbfahlen (18) sind farblich sehr fein geworden. Kaum noch richtig blau-stichige Grundfarbe. In der Bindenfarbe und den Kopfpunkten sind sie sehr ausgeglichen geworden. Die Halsfarbe sollte vor allem bei den Täubern noch eine Idee gleichmäßiger sein. (v NB, hv: Rainer Wilm).

Mehllichte mit Binden (12) scheinen etwas mehr Liebhaber zu bekommen. Die gezeigten Tiere wussten mit richtigem Typ, Grundfarbe und auch Bindenzug zu gefallen. Die Ockerbrust muss auch wirklich auf die Brust beschränkt bleiben und die Bindenfarbe nach Möglichkeit gleichmäßig dunkel sein. (2 x hv: Otto Hahl).

Absolut reine Flügelschilder sah man bei den Mehllichten ohne Binden (17). In der Grundfarbe waren unterschiedliche Intensitäten zu sehen. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass die Hinterhalsfarbe rein bleibt. In den Kopfpunkten gab es nichts auszusetzen. (hv: Stefan u. Hans Koch, Tobias Heilemann, Günter Schütze).

Nach Abstinenz waren die Gelerchten (12) endlich wieder vertreten. Gleichmäßige Schildzeichnungsfarbe und vor allem auch üppige Ockerbrust waren zu sehen. In den Kopfpunkten waren sie ausgeglichen. Die Lerchung sollte manchmal noch keiliger sein. (v SVB, hv: Tobias Heilemann).

Zwei Schwarze mit weißen Binden zeigten sg-Grundfarbe und auch Kopfpunkte. Die Wünsche liegen hauptsächlich in der Bindenausprägung.

8 Blaue mit weißen Binden wären vor Jahren noch undenkbar gewesen. Die Züchter sind aber daran, auch diesen Farbenschlag zu erzüchten. Und sie haben schon viel erreicht. In der Grundfarbe und der Bindenreinheit sind sie schon recht ordentlich. (hv: Gerhard Wachter).

Das gilt auch für die zwei Blau-Weißgeschuppten, die vor allem im Schuppungsaufbau einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben. (hv: Gerhard Wachter).

Auch bei den belatschten Süddeutschen Blassen (99) sind mehrere Farbenschläge erstmalig gezeigt worden. Schön, dass es auch hier aufwärts geht und wohl eine gesunde Basis vorhanden ist. Die Schwarzen (6) gefielen mit sehr guter Grundfarbe, vollen Hauben und auch im richtigen Typ. Die Rosetten dürfen noch etwas markanter sein. (v KVE: Klaus Knauer).

Unter den neun Roten endlich zwei Züchter. Alle zeigten kräftige Figur und satte Farbe. In der Haubenfülle und –markanz können sie noch etwas aufholen. (v Sach-E: Friedrich Schumann; hv: ZG Maren und Holger Storch).

Die vier Gelben – allesamt im hohen sg-Schnitt –  überzeugten mit sehr guter Farbe, korrekter Zeichnung und passender Körpersubstanz. In der Stirnfülle dürften sie etwas voller sein.

Ein einzelner Blaufahler mit dunklen Binden hatte vollen Kopf und reine Brustfarbe. Man darf also auf die Zukunft gespannt sein.

Zum ersten Mal eine Blaufahle mit weißen Binden in der AOC-Klasse. Feine Farbe und Binden hatte sie schon. Jetzt sollte nur noch der Kopf noch voller werden.

Die Rotfahlen (10) haben reine Flügelschilder bekommen und auch in der Bindenlänge haben sie zugelegt. Die Binden- und Halsfarbe dürfte noch etwas satter werden. In den Kopfpunkten sind sie weiter auf dem Vormarsch. (2 x hv: Wilhelm Bauer).

Insgesamt 27 Gelbfahle hat es schon lange nicht mehr gegeben – noch dazu von mehreren Züchtern. In der Grundfarbe waren keine Ausreißer dabei. In der Bindenmarkanz und –länge sowie in der Fülle der Kopfpunkte waren Wünsche angebracht. Grundsätzlich aber eine ganz feine Kollektion. (v NB, v LVE, hv: Wilhelm Bauer).

Bei den sieben Reiflichten mit schwarzen Binden waren zwei verschiedene Farbnuancen zu sehen. Das Ideal ist in der Mitte zu suchen. In der Bindenlänge und den Kopfpunkten passten sie. (2 x hv: Gerald Beyer).

17 Mehllichte mit Binden zeigten die typische Grundfarbe und auch korrekten Blassenschnitt. In den Rosetten sollten sie etwas deutlicher werden. Zudem wäre etwas mehr Bindenlänge ein Vorteil. (v SVB: Wilhelm Bauer; hv: Thierry Weber).

Nur zwei der fünf Mehllichten ohne Binden waren erschienen. Sie hatten prima Grundfarbe und Typ. Auch hier sollten die Köpfe aber voller werden.

Sieben Gelerchte hatten Vorzüge in der hellen Grundfarbe und auch in der Haubenfülle. Kleine Wünsche in der Lerchung sind bei diesem Farbenschlag an der Tagesordnung. (v SVB: Wilhelm Bauer; hv: Gerald Beyer).

Bei den Blauen mit weißen Binden (3) und der einzelnen Blau-Weißgeschuppten sah man sehr feine Grundfarbe und auch reine Schildzeichnung. In den Rosetten noch etwas deutlicher, wäre von Vorteil. (hv: Gerald Beyer).

Zum Abschluss eine Schwarz-Weißgeschuppte, die vor allem in der Schuppung bestach. Noch etwas sattere Grundfarbe ist anzustreben.

Süddeutsche Mönche, belatscht (96) haben einen konstanten und bewährten Züchterkreis, sodass für hohe Qualität gesorgt ist. Bei den 20 Schwarzen ist satte Farbe und volle Haube absolute Pflicht, um in die Preise zu gelangen. Manche sollten in der Form etwas kompakter erscheinen. (v NB, 3 x hv: Wolfgang Menger).

Leider nur sechs Rote, die glatte Feder und auch den richtigen Typ hatten. In der Haubenhöhe dürften sie noch etwas zulegen. (hv: Martin Höß).

Die 9 Gelben waren hierin etwas weiter. Auch farblich passten sie. Lediglich in der Schildfederfestigkeit sollten sie straffer sein. (v Sach-E: Martin Höß; hv: Heiko Schattschneider).

Sechs Blaue ohne Binden hatten kräftige Figuren und reine Schildfarbe. In der Bauchfarbe müssen sie gleichmäßiger werden. Das gilt auch für deutlichere Rosetten.

Wann sah man schon einmal 25 Schwarze mit weißen Binden? In der Grundfarbe, Mönchzeichnung und auch der Bindenführung sind sie wesentlich ausgeglichener geworden. In den Kopfpunkten waren sie schon üppiger und auch in den Figuren dürften sie wieder kompakter werden. (hv: Wolfgang Menger).

Blaue mit weißen Binden (6) haben lange, weiße Binden und prima Grundfarbe. Auch in der Haubenfülle gefallen sie. Die Binden sollten aber glatter im Verlauf werden. (hv: Rainer Barth).

Sehr satte Grundfarbe und korrekte Mönchzeichnung war bei den Schwarz-Weißgeschuppten (15) Allgemeingut. In der Schuppung sollten sie keiliger werden und auch die Haube sollte etwas voller sein. (hv: Martin Höß).

Darin sind die Blau-Weißgeschuppten (10) ein gutes Stück weiter. Bei ihnen fällt auch der feine Typ sofort ins Auge. Die Rosetten müssen noch markanter werden. (v SVB: Rainer Barth; hv: Martin Höß).

Ein sehr hohes Niveau war bei den glattfüßigen Süddeutschen Mönchen (51) zu sehen. Diese unkomplizierte Rasse bekommt immer mehr Liebhaber.

Die Blauen mit weißen Binden (30) sind in der Grundfarbe sehr gleichmäßig und auch in der Bindenreinheit und –länge sind sie ungeheuer hochwertig. Einige dürften noch eine Idee mehr Stirnfülle zeigen. In der Spitze sind sogar rote Augenränder vorhanden. (v NB, v LVE, hv: Rainer Barth).

13 Blau-Weißgeschuppte überzeugten mit sehr guter Schuppung und korrekter Mönchzeichnung. Sie dürften in der Körpersubstanz und der Grundfarbenreinheit etwas zulegen. (v Sach-E: Rainer Barth; hv: Gert Baumann).

Acht Blaue ohne Binden gefielen in der Mönchzeichnung und auch der Deckenfarbe. In der Bauchfarbe müssen sie noch gleichmäßiger werden.

Die Echterdinger Farbentauben (26) waren in allen vier Farbenschlägen vertreten und warben nachhaltig für diese schöne Rasse.

Sehr ausgeglichen in der Zeichnung und auch Farbe präsentierten sich die Schwarzgeganselten (8). Sie sollten aber in der Haubenfeder fester und im Gefieder glatter werden.

Elf Rotgeganselte hatten kräftige Figuren und auch rote Augenränder. In der Latzgröße und der Federfestigkeit müssten sie besser werden, um mehr Ausstrahlung zu bekommen.

Die drei Gelbgeganselten hatten sehr gute Farbe und auch korrekte Zeichnung. Im Haubenaufbau und der korrekten Rosettenausprägung müssen sie markanter werden.

Blaugeganselte (4) überzeugten im Typ und der Haubenfülle. Auch farblich und in der Zeichnung waren sie ausgeglichen. Auch sie sollten fester in den Rosetten werden. (hv: Heinz Samuel).

Die Süddeutschen Schildtauben (359) sind die Nummer 1, und zwar sowohl in der Gesamtzahl als auch der Farbenschlagvielfalt.

Bei den Schwarzen (69) haben wir ein sehr hohes Niveau erreicht. Das betrifft sowohl die Farbe, als auch Zeichnung, die Halsführung und die Haubenfülle. Selbst in der Randstruktur sind sie feiner geworden. Meistens sind es nur Wünsche in der Haubenfestigkeit, die den schlussendlichen Ausschlag geben. Es ist schon eine Pracht, die hier herausgestellten Tiere zu sehen und das erfreulicherweise von mehreren Züchter  (v NB, v SVB, 2 x v Sach-E: Heinrich Burghartswieser; hv: Roland Grießer, 2 x Hans Mackinger, 3 x Heinrich Burghartswieser, Thomas Krämer, 3 x Manfred Muth).

Auch unter den Roten (27) hat sich die Qualität auf breiter Ebene verbessert. Auffallend sind vor allem die leuchtend rote Farbe und das bei sehr guter Federfestigkeit. Gefallen haben sie auch in der Haubenhöhe. Achten müssen wir auf den Schnabeleinbau, der keinesfalls senkend sein darf. (v NB: Georg Eder, v E: Hans Mackinger; hv: 2 x Thomas Krämer, Hans Mackinger).

Das gilt auch für die Gelben (34), bei denen manchmal das Kopfprofil noch zu rund erscheint. Im Haubenaufbau sind sie sehr gut und auch farblich passen sie. Positiv fällt auch die kompakte Figur ins Gewicht. (v Sach-E, v SVB: Hans Mackinger; hv: 4 x Hans Mackinger, 2 x Thomas Krämer, Georg Eder).

Bei den blauen Farbenschlägen ist vieles erreicht worden. So zeigten die Blauen ohne Binden (27) durchweg rote Augenränder und sehr guten Haubenaufbau. Farblich müssen sie typisch blau bleiben mit den geschlechtsbedingten Unterschieden. In der Haubenfeder sollten sie zuweilen etwas straffer sein. (v SVB: Manfred Schmidt; hv:  2 x Walter Schuchardt, 2 x Hans u. Stefan Koch).

Blaue mit schwarzen Binden (31) haben in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erreicht. Sie zeigen sich in der Schildgrundfarbe den Hohligen fast überlegen. In der Spitze ist eine lange und satte Binde unverzichtbar. Einige dürften sich in der Haltung besser präsentieren. (v E: Jörg Wunderlich; hv: Walter Schuchardt, 2 x Jörg Wunderlich, Norbert Stölzle).

In der Hämmerung sind die Blaugehämmerten (13) fast nicht mehr zu verbessern. Keilig und satt in der Farbe. Dazu kommen volle Hauben und ein feiner roter Augenrand. Die Haubenfeder muss noch fester werden. (v NB: Jörg Wunderlich; hv: Jörg Wunderlich, Manfred Schmidt).

Bei den Blaufahlen (8) tut sich was. In der Bindenführung und der Schildfarbe haben sie sich verbessert. Achten müssen wir, dass die Bindenfarbe gleichmäßig dunkel erscheint. (v NB: Manfred Hüttl; hv: Jörg Wunderlich).

Unter den Blaufahlen ohne Binden (8) sind feine Typen mit rassigen Kopfpunkten zu sehen. Bei einigen ist die Schildfarbe noch etwas zu gelbstichig. Die herausgestellten Tiere gaben die Richtung eindeutig vor. (hv: Michael Nirk).

In der Schildgrundfarbe und begrenzten Binden haben die Rotfahlen (19) mächtig aufgeholt. Es hat sich gelohnt, die Schmalzkieligen in den letzten Jahren nicht nach vorne zu stellen. Zudem gibt es Kopfpunkte, die mit den Schwarzen mithalten können. Aufpassen müssen wir, dass die Hinterpartie nicht zu lang wird. (v SVB: Gerald Beyer; hv: 2 x Gerald Beyer, Thomas Schön).

Die Gelbfahlen (10) halten in der Qualität da nicht ganz mit. Aber auch hier sieht man feinen Bindenzug und reine Schildgrundfarbe. In der Haubenfeder sollten sie aber etwas fester werden. (hv Pokal: Thomas Schön).

Zehn Blaufahl-Gehämmerte haben sich verbessert. Man merkt, dass sich mehrere Züchter mit ihnen beschäftigen. In der Hämmerung sind sie keilig und auch in der Haube passt es. Es wäre schön, wenn jetzt die Schildgrundfarbe noch reiner bläulich wird. (v NB: Jörg Wunderlich).

Feiner Typ und prima Kopfpunkte erkannte man auch bei den Rotfahl-Gehämmerten (14).Positiv zeigten sie sich auch in der Farbgebung. In der Hämmerung sollten sie offener werden. (2 x hv: Gerald Beyer).

Die Gelbfahl-Gehämmerten (8) sind ebenfalls ein gutes Stück nach vorne gekommen, zeigten ausgeglichene Figuren und typische Kopfpunkte. In der Hämmerungsfarbe und –verteilung sollten sie typischer werden. (v SVB: Manfred Schmidt; hv: Gerald Beyer).

Die Weißbindigen wurden von 13 Schwarzen mit weißen Binden angeführt. In der Farbe und der Bindenanlage sind sie besser geworden. In den Kopfpunkten und der Gefiederqualität sollten sie aber ausdrucksstärker werden.

Das trifft auch auf die Roten mit weißen Binden (6) zu. Bei ihnen fiel die satte Farbe sofort ins Auge. Etwas vollere Hauben sind aber anzustreben.

Sechs Gelbe mit weiße Binden hatten ebenfalls sehr gute Farbe, sollten jedoch im Körper kompakter und in der Ausstrahlung besser werden.

Traditionell sind die Blauen mit weißen Binden (14) am häufigsten. Sie haben kompakte Figuren und auch typhafte Schildgrundfarbe. In der Bindenführung könnten sie noch glatter werden und in den Kopfpunkten ausdrucksstärker. (hv: Heinz Samuel, Manfred Gönsch).

Mit feiner Federqualität und langen Binden sowie kaum sichtbarem Bindensaum  präsentierten sich die 8 Hellblauen mit weißen Binden. Etwas mehr Körpersubstanz und vollere Hauben sind Zukunftsaufgaben. (v NB, hv: Manfred Hüttl).

Zehn Schwarz-Weißgeschuppte hatten teilweise schon sehr gut angelegte Schuppung und auch satte Schildgrundfarbe. Defizite in den Kopfpunkten und der Federqualität konnten leider nicht übersehen werden. (hv: Manfred Schmidt).

Die Rot-Weißgeschuppten (18) hatten wir noch nie in dieser Zahl. Beachtlich zeigten sie sich in der Schildgrundfarbe und teilweise auch in der Haubenausprägung. Um das so richtig zur Geltung zu bringen, muss aber die Schauvorbereitung verbessert werden. (hv: Manfred Hüttl, Manfred Schmidt).

Sehr satte Farbe zeigten auch die Gelb-Weißgeschuppten (4). Zudem passten hier auch die Kopfpunkte. Die Schuppung noch etwas verteilter und etwas kürzere Hinterpartie sind anzustreben.

Leider nur vier Blau-Weißgeschuppte, die wir außerdem schon keiliger in der Schuppung gesehen haben. Im Typ waren sie ausgeglichen. (hv: Heinz Samuel).

Den Abschluss bildeten zwei Raritäten. Einmal ein vorzüglicher Hellblau-Weißgeschuppter (v SVB: Manfred Hüttl) und eine Blaufahl-Weißgeschuppte, die vor allem durch ihre Schuppung bestach.

Bei unseren Süddeutschen Mohrenköpfen (78) fehlt zurzeit die große Züchterzahl. Hier müssen wir dringend wieder verlorenes Terrain gut machen. Die Qualität stimmt. Man braucht einfach mehr Züchter.

Die Schwarzen (33) haben durchweg satte Farbe und auch prima Randfarbe. Die Federlänge in der Haube ist stimmig. Weiterhin müssen wir auf freien Stand und etwas festere Hauben achten. (v SVB: JZ Johannes Schwingshackl; hv: 2 x Thomas Krattenmacher, Manfred Muth).

Die Blauen (14) sind nun schon seit Jahren spitze. Diese Stellung wurde auch hier wieder unterstrichen, und zwar mit feiner Farbe, vollen Köpfen und kräftigen Figuren. Aber auch hier auf ausreichende Standfreiheit achten. (v Sach-E, 3 x hv: Thomas Krattenmacher).

Leider nur fünf Rote, die sowohl in der Farbe als auch in der Haubenfülle zulegen konnten.

In hohem Qualitätsschnitt zeigten sich die Gelben (26), und zwar sowohl in der Farbe als auch im Typ. Einige sollten etwas mehr Halsadel aufweisen. (v NB, v E, 2 x hv: Wilhelm Riegel).

Zwölf Württemberger Mohrenköpfe in Schwarz mit weißer Schnippe hatten große Fortschritte im Haubenaufbau und mit großen Lätzen sowie ausdrucksstarken Schnippen. Im Ganzen dürften sie etwas kompakter erscheinen. (v SVB, hv: Holger Luick).

Dass bei einer Gottfried-Wilm-Gedächtnisschau eine stattliche Anzahl an Süddeutschen Latztauben (97) zu sehen sein wird, war klar. Bei den Braunen (23) durchweg eine sehr satte Farbe und typische, kräftige Figuren. Auch in der Latzgröße waren sie sehr ausgeglichen. Manchmal hätte das Hinterhalsgefieder etwas fester sein dürfen. (v SVB: Karl-Heinz Weder; hv: Rainer Schmidt, Rainer Wilm).

Unter den Gelben (34) leider einige mit hellen Augenflecken. Ganz fein zeigten sie sich in der Latzgröße und im Haubenaufbau. Dazu kam feine, satte Farbe und das bei sehr ordentlicher Schnabelfarbe. (v NB: Karl-Heinz Weder; hv: Rainer Wilm, Karl-Heinz Weder).

Die Schwarzen (22) hatten ganz feine Farbe und auch kompakte Figuren. Hinzu kam ein straffer Haubenaufbau. Auch bei ihnen ist darauf zu achten, dass sie im Stand frei sind. (v Sach-E: Karl-Heinz Weder; hv: Karl-Heinz Weder, Wilhelm Bauer).

Schöne Farbe sah man bei den Blauen (18). Sie zeigten sich mit sehr straffer Feder und auch richtiger Latzgröße. Idealerweise sollte die Rosettenausprägung noch exakter sein. (v SVE: Karl-Heinz Weder; hv: Rainer Wilm).

Die belatschten Süddeutschen Latztauben (18) stehen leider immer im Schatten der Glattfüßigen. Leider kommen sie qualitativ nur langsam voran. Die Braunen (9) zeigten sehr schöne Latzgröße und auch richtige Farbe. In der Haubenausprägung sollten sie noch gleichmäßiger werden. (v Sach-E, hv: Wilhelm Bauer).

Große Lätze und reine Schwanzfarbe scheint bei den Schwarzen (6) Allgemeingut zu werden. Hin und wieder sollte der Haubenaufbau klarer strukturiert und die Hinterpartie auch kürzer sein. (hv: Wilhelm Bauer).

Mit feiner Farbe und vollen Hauben präsentierten sich die Blauen (3). Sie dürften nur in der Latzgröße noch etwas zulegen. (v NB: Rainer Schmidt).

In allen fünf Farbenschlägen waren die Süddeutschen Schnippen (106) angetreten. Die Schwarzen (44) hatten durchweg sehr gute Farbe und auch keine Ausreißer in der Zeichnung. Manchmal sollten sie freier stehen und auch auf die Randbreite ist zukünftig ein Auge zu werfen. Sehr ausgeglichen waren sie in der Haubenfülle. (v NB: Stefan u. Hans Koch, v E: Rudi Kreher; hv: 3 x Rudi Kreher, 2 x Nicolas Landthaler, Stefan u. Hans Koch).

Die Roten (22) sind in der Farbe deutlich nach vorne gekommen. Die Durchfärbung des Schwanzgefieders schreitet voran. Auch in der Haubenfülle und der Zeichnung passen sie durchweg. In der Hinterpartie sollten sie etwas abgestimmter sein. (v Sach-E: Alexander Zinell; hv: 2 x Alexander Zinell, Anton Wespel, Rainer Friebe).

Es scheint, dass auch die seltenen Gelben (16) auf dem richtigen Weg sind. Sie sind allgemein satter in der Farbe und zeigten auch prima Randfarbe. Figürlich wäre etwas mehr Kompaktheit zu wünschen. (v SVB, 2 x hv: Alexander Zinell).

Eine sehr glatte Feder hatten die Blauen (12) und zudem auch eine passende Farbe. Typisch waren sie auch in der Zeichnung. Auch die Haubenhöhe stimmte, wenngleich die Rosettenausprägung manchmal feiner sein dürfte. (v SVB: Helmut Gay; hv: Nicolas Landthaler).

Das Ende bilden die Blaufahlen (12) und sie sind immer mehr im Kommen. Vor allem in der Farbe und der Haubenfülle kommen sie voran. Interessant ist bei ihnen, dass sie in der Schnippengröße eher kleiner sind. Figürlich sind sie kompakter als die anderen Farbenschläge. (2 x hv: Helmut Gay).

Eine großartige Hauptsonderschau in Nüdlingen ist Vergangenheit. Die Verkürzung der Ausstellung um einen Tag, was durch die Bewertung am Samstagmorgen möglich wurde, ist sehr gut angekommen und sollte Vorbildfunktion haben.

Die Leistungspreise gingen in diesem Jahr an:

Südd. Kohllerchen                                                         Dennis Gekeler                                              575 Punkte

Südd. Tigermohren                                                       Wilfried Stroh                                  574 Punkte

Südd. Weißschwänze, blau-weißg.                       Stefan Schneider                            572 Punkte

Südd. Blassen, gelb                                                       Adam Daum                                      579 Punkte

Südd. Blassen, gelercht                                                             Tobias Heilemann                          571 Punkte

Südd. Blassen bel., gelbfahl                                      Wilhelm Bauer                                575 Punkte

Südd. Mönch bel., schwarz                                        Wolfgang Menger                          572 Punkte

Südd. Mönch bel., schwarz m. w. B.                       Wolfgang Menger                          570 Punkte

Südd. Mönch glattf., blau m. w. Bd.                       Rainer Barth                                      575 Punkte

Echterdinger Farbentauben schwarz                     Roman Jud                                         565 Punkte

Südd. Schildtauben schwarz                                     Heinrich Burghartswieser           580 Punkte

Südd. Schildtauben gelb                                            Hans Mackinger                              578 Punkte

Südd. Schildtauben blau m. schw. Bd.                 Jörg Wunderlich                             572 Punkte

Südd. Schildtauben rotfahl                                       Gerald Beyer                                    573 Punkte

Südd. Mohrenköpfe schwarz                                    Thomas Krattenmacher                               571 Punkte

Südd. Mohrenköpfe blau                                           Thomas Krattenmacher                               575 Punkte

Württbg. Mohrenk., schw. m. S.                              Holger Luick                                      570 Punkte

Südd. Latztaube, blau                                                  Rainer Wilm                                      570 Punkte

Südd. Schnippen schwarz                                          Rudi Kreher                                       575 Punkte

 

Wir freuen uns schon heute auf die nächste HSS in Barchfeld, die am 12./13. Januar 2019 stattfindet.

Wilhelm Bauer

Autor: admin
Datum: Dienstag, 17. Mai 2016 19:17
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