Südd. Weißschwanz
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Kurzinfo

 

Farbentauben mit Weißschwanzzeichnung kennt man aus vielen Regionen. Der Süddeutsche Weißschwanz hat sich dahingehend eine Sonderstellung gesichert, da er die einzige Weißschwanzrasse ist, die mit Rundhaube gezüchtet wird.
Bei farbigem Grundgefieder müssen ein kleiner weißer Stirnfleck, die Schnippe, sowie die zwölf Schwanzfedern mit Schwanzdecke weiß sein. Die Rundhaube sollte beiderseits in Rosetten, kleinen chrysanthemenförmigen Federwirbeln, abschließen.

Die Süddeutschen Weißschwänze sind in 15 verschiedenen Farbenschlägen anerkannt, wobei nicht alle existieren. Am häufigsten sieht man Schwarze, Rote, Gelbe, sowie die “Krone der Weißschwanzzucht” – die Kupfernen. Die Blauen mit weißen Binden bekommt man selten zu Gesicht.

Die Zucht der Süddeutschen Weißschwänze ist recht schwer, so dass die Ausbeute ausstellungsfähiger Tiere zumeist gering ist. Trotzdem haben sich immer wieder engagierte Züchter gefunden, diese alte süddeutsche Farbentaube zu züchten, und ihr zumeist ein Züchterleben lang die Treue zu halten.

 

Standard

Herkunft:
Süddeutschland, besonders Württemberg.

Gesamteindruck:
Kräftige, veredelte Feldtaubengestalt mit Rundhaube und fast waagerechter Haltung.

 

Rassemerkmale:

Kopf:
Ziemlich breit, mit gewölbter Stirn und frei stehender, hoch sitzender
Rundhaube, die seitlich in Rosetten endet.

Augen:
Orangefarbig; Rand schmal, bei Rot und Gelb blass bis rötlich, bei den
anderen dunkel.

Schnabel:
Mittellang; bei Roten und Gelben hell (bei Roten leicht angelaufen gestattet),
bei den anderen Farbenschlägen schwarz. Warzen glatt, weiß gepudert.

Hals:
Mittellang, Kehle gut ausgerundet.

Brust:
Breit und gut gerundet.

Rücken:
An den Schultern breit, etwas abfallend.

Flügel:
Gut geschlossen, den Rücken gut deckend.

Schwanz:
Lang, geschlossen.

Beine:
Kurz, unbefiedert

Gefieder:
Gut entwickelt, glatt anliegend

Farbenschläge:
Schwarz ohne oder mit weißen Binden oder weißgeschuppt (letztere mit oder ohne Finkenzeichnung); Blau ohne, mit schwarzen oder weißen Binden, Blau-Weißgeschuppt, Blaugehämmert; Rot und Gelb ohne oder mit weißen Binden; Kupfer, Blau-Rosageschuppt.

Farbe und Zeichnung:
Alle Farben rein. Die Gehämmerten und Geschuppten haben möglichst scharfe, gleichmäßige Flügelzeichnung. Alle Binden rein, schmal, durchgehend und getrennt verlaufend. Der Farbenschlag Kupfer hat glänzend schwarze Körperfarbe; Flügelschilder kastanienbraun, jede Feder mit schwarzer Pfeilspitze; Schwingen außen schwarz mit brauner Finkenzeichnung, innen braun: Die Blau-Rosageschuppten sind blau-weißgeschuppt mit rötlichen Einlagerungen in Binden und Schuppung. – Weiß sind eine nicht zu große oder zu kleine Stirnschnippe, 12 Schwanzfedern und die Schwanzdecke. Gerade, scharfe Begrenzung auf dem Unterrücken. Das andere Gefieder einschließlich Keil farbig.

Grobe Fehler:
Schwacher Körper; schmale oder schiefe Haube; fehlende oder stark versetzte Rosetten; heller Oberschnabel bei Blau und Schwarz; angelaufener Schnabel bei Rot und Gelb; Stoppeln an den Füßen; weißgesprenkelter Kopf; fehlende Stirnschnippe; Weiß in Keil oder After; schimmliger Keil; weniger als 12 weiße Schwanzfedern; wolkiges oder rußiges Blau; glanzlose Lackfarben, sehr mangelhafte Binden oder Schuppung.

Bewertungsreihenfolge:
Gesamteindruck – Körperstärke – Farbe – Zeichnung – Binden bzw. Schuppung – Haube – Schnabelfarbe und Augenfarbe.

Ringgröße:
8

 

Bildergalerie

 

Südd. Weißschwanz, schwarz

Südd. Weißschwanz, schwarz mit weißen Binden

Südd. Weißschwanz, schwarz-weißgeschuppt ohne Finkenzeichnung

Südd. Weißschwanz, blau ohne Binden

Südd. Weißschwanz, blau mit weißen Binden

Südd. Weißschwanz, blau-weißgeschuppt

Südd. Weißschwanz, rot

Südd. Weißschwanz, gelb

Südd. Weißschwanz, kupfer

 

Von folgenden anerkannten Farbenschlägen liegen uns leider keine Bilder vor: Schwarz-weißgeschuppt mit Finkenzeichnung, blau mit schwarzen Binden, blaugehämmert, rot mit weißen Binden, gelb mit weißen Binden und blau-rosageschuppt.

Sollten Sie Bilder dieser Farbenschläge besitzen, so möchten wir Sie bitten, uns diese zukommen zu lassen – vielen Dank!

Autor: admin
Datum: Donnerstag, 31. März 2011 13:39
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