Württemberger Mohrenkopf
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Kurzinfo

 

Der Württemberger Mohrenkopf zählt zu den absoluten Raritäten der gesamten Rassetaubenzucht und nur eine Handvoll Idealisten befassen sich mit der schweren Zucht.

Im Gegensatz zu den Süddeutschen Mohrenköpfen sind die “Württemberger” immer mit Fußbefiederung. Ebenfalls soll die Latzzeichnung bedeutend größer sein – im Idealfall bis an die Flügelschilder heran- und bis zum Brustbein hinabreichen.

Die Tiere sind mit und ohne weiße Schnippe anerkannt. Gerade die Letzteren, die so genannten “Schnippenmohren”, sind das Non plus Ultra der Zucht. Eine Zeichnung ebenso einzigartig, wie schwer zu erzielen.
Ist eine Schnippe vorhanden, sollte der Oberschnabel bei Schwarzen und Blauen hell sein.
Sind die Schwarzen Tiere schon selten, so sind die drei weiteren Farbenschläge gelb, rot und blau noch seltener.

Trotz der ungemeinen Zuchtfreudigkeit sollte sich nur derjenige mit der Rasse beschäftigen, der über das nötige züchterische Stehvermögen verfügt, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert.

 

Standard

 

Herkunft:
Süddeutschland, vor allem Württemberg und Franken. Früher Großlatziger Süddeutscher Mohrenkopf genannt, seit 1978 eigener Standard und neuer Name.

Gesamteindruck:
Kräftige, veredelte Feldtaubengestalt mit Rundhaube und fast waagerechter Haltung und dichter, mittellanger Fußbefiederung.

Rassemerkmale:

Kopf:
Ziemlich breit, mit gewölbter Stirn und frei stehender, hoch sitzender
Rundhaube, die seitlich in Rosetten ausläuft.

Augen:
Dunkel; Rand schmal, möglichst unauffällig und der Gefiederfarbe angepasst.

Schnabel:
Unterschnabel dunkel, Oberschnabel hell (um die Warzen leicht angelaufen gestattet), bei Schwarzen und Blauen ohne Schnippe der ganze Schnabel schwarz bzw. dunkel, bei Roten und Gelben mit und ohne Schnippe hell. Warzen glatt, weiß gepudert.

Hals:
Mittellang, Kehle gut ausgerundet.

Brust:
Breit und gut gerundet.

Rücken:
In den Schultern breit, etwas abfallend.

Flügel:
Lang, gut geschlossen, den Rücken gut deckend.

Schwanz:
Lang, gut geschlossen.

Beine:
Kurz, dichte, mittellange, abgerundete Fußbefiederung und Geierfedern.

Gefieder:
Gut entwickelt, glatt anliegend.

Farbenschläge:
Schwarz, Blau, Rot, Gelb mit oder ohne weiße Schnippe.

Farbe und Zeichnung:
Die Farben intensiv und rein. Glanz wird angestrebt. Farbig sind Kopf, Vorderhals, Oberbrust, Schwanz mit Schwanzdecke und Keil. Weiß sind Rundhaube, Hinterhals und das übrige Gefieder sowie bei den Schnippigen eine nicht zu kleine oder große Schnippe.

Grobe Fehler:
Schwacher Körper; zu wenig Fußbefiederung; schiefe oder quergescheitelte Haube; fehlende oder stark versetzte Rosetten; dunkler Oberschnabel bei Schwarzen und Blauen mit Schnippe; farbige Federn in der Haube oder im Hinterhals; zu kurzer Latz, Schilf in Schwanz oder Keil, sehr matte Farbe

Bewertung:
Gesamteindruck – Körperstärke – Zeichnung – Haube – Farbe – Fußbefiederung – Schnabel- und Augenfarbe.

Ringgröße:
10


Bildergalerie

 

Württemberger Mohrenkopf, schwarz mit Schnippe

Württemberger Mohrenkopf, blau mit Schnippe

Württemberger Mohrenkopf, gelb mit Schnippe

Württemberger Mohrenkopf, rot mit Schnippe

Württemberger Mohrenkopf, schwarz

Württemberger Mohrenkopf, blau

Württemberger Mohrenkopf, gelb

 

Autor: admin
Datum: Donnerstag, 31. März 2011 19:12
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