Gustav C. L. Lamparter, Reutlingen

Gustav C. L. Lamparter (1871-1939)

Bei Recherchen zu süddeutschen Farbentauben tauchte immer wieder der Name Gustav C. L. Lamparter aus Reutlingen auf. Das veranlasste mich, etwas über die Person herauszufinden und siehe da, das Internet ist auch für solche Dinge sinnvoll, wenngleich das Stadtarchiv Reutlingen noch interessanter war.

Die beiden mir bekannten Bilder von Tauben und seiner Zuchtanlage und der Hinweis auf die Berufsangabe „Privatier“, machten mich neugierig. Hier an dieser Stelle also nun ein paar Hinweise zu diesem frühen Züchter Süddeutscher Farbentauben. Gustav C. L. Lamparter wurde am 27.4.1871 in Reutlingen geboren und ist am 11.5.1939 ebenda gestorben. Er war Inhaber der Gustav Lamparter GmbH Kleiderfabriken mit dem Hauptstandort in Reutlingen und Zweigniederlassungen in Walddorfhäslach und Ohmenhausen. Das Hauptaugenmerk der Produktion lag auf Arbeitskleidung und im Internet findet man entsprechende Werbeanzeigen. Sein Wohnhaus und damit auch die Stallungen standen auf dem Fabrikgelände im Bereich der Urbanstraße/Planie in Reutlingen – also im direkten Stadtzentrum in eigentlich in direkter Nachbarschaft zur früheren Redaktion des „Deutschen Kleintier-Züchters“. Nach dem allgemeinen Niedergang der regionalen Textilindustrie schloss die Firma 1963, wovon noch zirka 250 Personen betroffen waren. Daraus kann man schließen, dass es sich in seiner Blütezeit also durchaus um einen mehr als „ordentlichen Betrieb“ handelte. Der gesamte Firmenkomplex wurde abgerissen. Heute befindet sich darauf das Isolde-Kurz-Gymnasium.

Auch wenn das ein weiter Blick zurück in unsere „Taubenvergangenheit“ ist, denke ich dennoch, dass es interessant ist.

Die Zuchtanlage von Gustav C. L. Lamparter, die mit Sicherheit damals Maßstäbe setzte.
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Datum: Dienstag, 22. September 2026 8:00
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